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Seniorenreise 2013

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Die Weiacher Seniorenreise vom 18.6.2013, ein aufregender Tag

All das Hoffen um einen regenfreien, sonnigen Tag konnte ich am Dienstagmorgen endlich schon früh am Morgen voller Freude als erfüllt in meinem Herzen abhaken. Blauer Himmel weit und breit, wunderbar! Die Vorahnung auf einen sehr heissen Tag weckten doch wieder einige Sorgen, vertragen die Weiacher Senioren das, muss ich spezielle Massnahmen vorbereiten, was könnte passieren. Ganz Krankenschwester, füllte ich meinen Beutel für alle Fälle. Ersatzunterhosen, Trainerhosen, Leibchen für weiblich und männlich, tja, Durchfall/Brechen kann jeden treffen. Genug zu trinken, Medikamente für allerlei Gebresten, ja und für die Wandergruppe musste auch noch ein 1. Hilfe Packet vorbereitet werden. Ich war gut vorbereitet, die Tasche zentnerschwer, alles müsste klappen.

Der Köchli Car wartete schon und die ersten Reisefreudigen waren da. Unser holländischer Chauffeur begrüsste uns, half mit einem genialen Hebelift den Geheingeschränkten in den Bus. Seine Ausführungen über die Ausstattung des noblen Gefährts gingen im allgemeinen Begrüssungsgelächter und Sitzplatz einrichten etwas unter. Vorbildlich waren endlich alle 30 Teilnehmenden versorgt, angeschnallt und die diesjährige Seniorenreise von Weiach konnte ab Sternenplatz beginnen. Ziel, Teufen zum Erlebnisrestaurant Waldegg/ Schnuggenbock.

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Der Fahrer war gut vorbereitet und erklärte uns auf dem Weg nach St. Gallen einiges, was links und rechts der Fahrbahn zu sehen ist. Leider war er nicht so gut zu verstehen, aber mit schwatzen, schauen und Vorfreude im Herzen ging die Zeit schnell vorbei. Kurz vor elf Uhr standen wir im Stau, was uns einige Zeit kostete aber noch nicht belastete. Ich informierte die Reisegruppe kurz über den Schnuggenbock.

2001 eröffnete das Restaurant Waldegg in Teufen die Erlebnisecke Schnuggenbock im Appenzell mit dem Motto „das Beste von Gestern“. Mit viel Liebe zum Detail wurde ein Teil des Restaurants zu einem nostalgischen Rundgang mit alten Stuben umgestaltet. Was es da alles zu sehen gibt, viel Erinnerung an die eigene Jugend wird da geweckt. Ein beliebter Ausflugsort, den ich wärmstens empfehlen kann.

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Eine Bemerkung des Chauffeurs kurz vor St. Gallen lies mich aufhören. Er erklärte, dass er nicht ganz nach oben fahren könne und wir die letzten 100 bis 200m zu Fuss gehen müssten. Wie bitte! Ich hatte mich doch extra bei der Planung der Reise erkundigt, ob die markante Steigung von über 20 % für den Köchli Car machbar sei. Mit der Zusicherung diese Reise sei kein Problem, buchte ich sie. Um nichts zu verpassen wechselte ich nach vorne zum Fahrer. „Potz Hüehner“, war der Platz hinter der Scheibe heiss! Nix da von wegen zu Fuss gehen, ich würde den Fahrer schon nach oben lotsen. Ich fragte noch unschuldig, ob er zu den Holländern gehöre, die Angst vor den Schweizer Serpentinen habe, die Antwort war ein unverständliches Murmeln, nicht gerade beruhigend. Die erste Steigung wurde mit Schwung genommen, danach fiel das Tempo immer mehr zusammen. Am Schluss standen wir 100m vor dem Ziel still. Ein stotziges Stück lag noch vor uns. Bei jedem Versuch wieder anzufahren rutschte der Car ein Stück nach hinten, immer näher an die Leitplanke. Oh, uns war nicht mehr wohl, leichte Panik machte sich bereit. Hörte ich da Schreie?! Der nächste Versuch kam, nun musste ich ein Machtwort sprechen. Sehr energisch forderte ich unseren Chauffeur auf, die Türen zu öffnen und uns aussteigen zu lassen. Viele waren froh. Den steilen Stutz nahmen sie gerne in Kauf, Hauptsache draussen. Super, wie sich alle um alle kümmerten und sich gegenseitig halfen. Sogar unser Fahrer bekam von ein paar beherzten Männern Unterstützung. Mit dem Unterschieben eines Keils ging es dann doch noch mit dem Anfahren, aber der Pneu riss dabei und musste auf dem Parkplatz ersetzt werden. Dies kümmerte uns noch nicht, kamen wir doch gerade recht zu einem feinen, währschaften Zmittag. Vor dem Dessert war Zeit um den Schnuggenbock zu erkunden und sich an den vielen Eindrücken zu erfreuen. Nur schon die WCs sind ein Erlebnis für sich. Nach dem Kaffee machte sich die lauffreudige Gruppe unter der Obhut von Manuela Hangartner, meiner tollen Begleiterin vom Frauenverein, auf den Weg zum Kräutergarten von Dr. Vogel. Wir anderen genossen noch eine Auszeit im Gartenrestaurant und auf dem Bänkli vor dem Geissengehege. Auf meine Anfrage nach einer Lösung für die Zurückgebliebenen bot uns das Restaurant an, dass uns der Koch (er half schon beim Pneuwechsel) und ein junger Angestellter mit je einem Lieferwagen zum Kräutergarten fahren würde. Dem Chauffeur fiel ein Stein vom Herzen, hatte er doch schon Panik, weil es dort ebenfalls eine kurze 20% Steigung zu bewältigen gab. Es war ihm zwar peinlich, aber er war sehr froh um dieses Angebot. Wir ehrlich gesagt ebenfalls.

Wir trafen gleichzeitig mit den „Wandervögeln“ ein. Die Gartenanlage ist sehr schön und interessant, aber bei 35° Hitze suchten wir nur noch ein Sitzplätzli im Schatten, streckten alle Viere von uns, versuchten ruhig zu atmen und schauten die Pflanzen in der Umgebung an.

Der junge Mann harrte bei uns aus, obwohl es seine Mittagspause war. Er fuhr uns dann in zwei Fuhren zurück, an den mit dem Carfahrer abgemachten Ort. Er hat sein fürstliches Trinkgeld verdient. Merci vielmal!

Wo ist unser Bus!! In der Bruthitze unter einen kleinen, mickrigen Baum gescharrt standen wir und warteten. Zugegeben, in mir köchelte nicht nur die Hitze! Beherzt gingen ein Senior und Manuela auf die Suche nach dem Vermissten. Endlich…… Was nun folgte, ein Wendemanöver in der Kurve, war unglaublich. Wir trauten kaum unseren Augen. Energisch wurde unser Chauffeur nun gestoppt und mit klaren Anweisungen eines weiteren engagierten Seniors im Rückwärtsfahren angeleitet. Holländer in der Schweiz haben es auf den Strassen nicht leicht, so ganz unwahr ist dieser Satz nicht. Dankbar sassen wir endlich wieder im Car, luden unterwegs die zwei Späer wieder auf und ohne Zwischenfälle ging die abenteuerliche Reise über Stein, Hundwil, Herisau, die Autobahn wieder zurück nach Weiach. Im Bus war es herrlich kühl und unsere Gemüter beruhigten sich wieder. Ganz herzlichen Dank für die zwei feinen Lebkuchen die Manuela Hangartner und ich am Schluss erhalten haben!

Oh, fast hätte ich es vergessen, ich durfte als letzte Handlung dieses erlebnisreichen Tages noch ein kleines Pflästerli aus meiner grossen Tasche für unvorhergesehene Ereignisse auf eine kleine Wunde am Ellbogen aufkleben.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die heute diesen Seniorennachmittag mit Abenteuerflair miterlebt haben. Wir waren eine tolle Reisegruppe!
                                   
Sabine Brunner und Manuela Hangartner

 
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